Es gibt diese Momente, von denen Menschen erzählen, die erfolgreich abgenommen haben. Diese einen Momente, in denen plötzlich etwas anders ist. Nicht äußerlich. Nicht auf der Waage. Sondern im Kopf. Wenn es endlich klick gemacht hat.

Und ehrlich gesagt habe ich lange gedacht, dass das bei mir nie passieren würde.

Ich habe unzählige Male versucht abzunehmen. Immer wieder neu angefangen. Immer wieder motiviert gewesen. Und genauso oft wieder aufgehört. Nicht, weil ich zu faul war. Nicht, weil ich es nicht genug wollte. Sondern weil Essen für mich nie einfach nur Essen war.

Es war Belohnung. Trost. Beschäftigung. Gewohnheit. Manchmal sogar der einzige schöne Teil eines anstrengenden Tages.

Vor allem mit Hashimoto hatte ich oft das Gefühl, gegen meinen eigenen Körper zu kämpfen. Während andere schnell Erfolge gesehen haben, hatte ich ständig das Gefühl, auf der Stelle zu treten. Das macht etwas mit einem. Irgendwann glaubt man selbst nicht mehr richtig daran, dass man es schaffen kann.

Aber heute hatte ich einen Moment, der sich anders angefühlt hat.

Ich habe mir etwas zu essen gemacht, das ich früher geliebt habe. Etwas, worauf ich mich normalerweise richtig gefreut hätte. Und dann saß ich da, habe gegessen — und plötzlich gemerkt, dass es mir einfach nicht mehr schmeckt.

Nicht im Sinne von „schlecht gekocht“. Sondern eher so, als würde mein Kopf plötzlich verstehen, dass dieses Essen mir eigentlich nie wirklich gutgetan hat.

Und genau da hat es Klick gemacht.

Zum ersten Mal hatte ich nicht das Gefühl, dass ich mich zum Abnehmen zwinge. Es war nicht dieses typische „Ich darf das nicht essen“. Es war eher ein ehrliches: „Ich will das gerade gar nicht mehr.“

Das war neu.

Denn ich glaube, echte Veränderung beginnt nicht erst dann, wenn man dünner wird. Sondern dann, wenn sich die eigenen Gedanken verändern.

In den letzten Wochen habe ich angefangen, vieles anders zu machen:

  • konsequent Kalorien zu tracken
  • mehr auf Bewegung zu achten
  • regelmäßig spazieren zu gehen
  • geduldiger mit mir selbst zu werden
  • aufzuhören, nach schnellen Lösungen zu suchen

Und ich merke langsam, dass genau diese kleinen Dinge einen viel größeren Unterschied machen als jede radikale Diät.

Natürlich gibt es weiterhin schwierige Tage. Tage, an denen die Motivation fehlt. Tage, an denen die Waage stillsteht. Gerade mit Hashimoto passiert das öfter, als einem lieb ist.

Aber zum ersten Mal fühlt es sich nicht mehr wie ein kurzfristiger Versuch an.

Es fühlt sich an wie eine echte Veränderung.

Nicht perfekt. Nicht schnell. Aber echt.

Vielleicht beginnt Abnehmen nicht auf der Waage.

Vielleicht beginnt es in dem Moment, in dem man merkt, dass man sich selbst endlich nicht mehr sabotieren möchte.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert